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KLASSE 10 · LERNWISSEN

Sternparameter aus Daten erschließen – Grundprinzipien

So funktioniert es

Sterne werden anhand messbarer Eigenschaften wie scheinbarer Helligkeit, Spektraltyp, Farbe, Oberflächentemperatur, Masse, Radius und Entfernung charakterisiert. Die scheinbare Helligkeit hängt von der Entfernung und von der intrinsischen Leuchtkraft ab. Die Farbe und der Spektraltyp geben Hinweise auf die Oberflächentemperatur. Mit Hilfe von Parallaxenmessungen kann die Entfernung bestimmt werden. Die Masse kann bei Doppelsternsystemen aus Bahndaten erschlossen werden. Die Leuchtkraft eines Sterns hängt von seiner Temperatur und seinem Radius ab (Stefan-Boltzmann-Gesetz).

Merke
Sternparameter werden durch Auswertung von Beobachtungsdaten (z. B. Helligkeit, Farbe, Spektrum, Parallaxe) und Anwendung physikalischer Gesetze bestimmt. Dabei darf man einzelne Größen nicht verwechseln: Aus einer Beobachtung allein folgt meist nicht direkt ein einziger Sternparameter.

Ein Beispiel

Ein Stern erscheint von der Erde aus weniger hell als die Sonne, hat aber eine deutlich höhere Oberflächentemperatur. Was lässt sich daraus sicher schließen?

Sicher ist nur: Aus der höheren Temperatur allein folgt noch keine größere Leuchtkraft, denn die Leuchtkraft hängt auch vom Radius ab. Dass der Stern trotzdem schwächer erscheint als die Sonne, kann vor allem an seiner viel größeren Entfernung liegen; zusätzlich könnte er einen kleineren Radius haben.

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