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KLASSE 9 · LERNWISSEN

Sternparallaxe und Entfernungsleiter – Grundprinzipien

So funktioniert es

Die Sternparallaxe ist die scheinbare Verschiebung eines Sterns vor dem Hintergrund sehr weit entfernter Objekte, wenn sich die Erde auf ihrer Umlaufbahn bewegt. Sie ist ein wichtiger Beleg für die Bewegung der Erde und dient zur Entfernungsmessung naher Sterne. Der Parallaxenwinkel wird aus Beobachtungen bestimmt, die typischerweise etwa sechs Monate auseinanderliegen. Die Entfernung in Parsec ergibt sich als Kehrwert des Parallaxenwinkels in Bogensekunden: d = 1/p. Für größere Entfernungen werden andere Methoden der Entfernungsleiter genutzt, zum Beispiel Cepheiden, Supernovae vom Typ Ia oder bei sehr großen Skalen die Rotverschiebung. Jede Methode ist nur für bestimmte Objekte und Entfernungsbereiche geeignet und baut auf der Kalibrierung früherer Stufen auf.

Merke
Die Entfernung eines nahen Sterns in Parsec berechnet man als Kehrwert seines gemessenen Parallaxenwinkels in Bogensekunden: d = 1/p. Für größere Distanzen nutzt man andere Methoden der Entfernungsleiter, die auf bekannten Leuchtkräften oder spektroskopischen Eigenschaften beruhen.

Ein Beispiel

Ein Stern hat eine gemessene Parallaxe von 0,2 Bogensekunden. Wie weit ist er entfernt?

Die Entfernung berechnet sich als Kehrwert der Parallaxe: d = 1 / 0,2 = 5 Parsec. Der Stern ist also 5 Parsec entfernt.

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