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KLASSE 9 · LERNWISSEN

Zitieren und Belegen: Grundprinzipien

So funktioniert es

Beim Zitieren und Belegen geht es darum, fremde Gedanken, Aussagen oder Textstellen korrekt wiederzugeben und die Herkunft eindeutig anzugeben. Man unterscheidet zwischen wörtlichem (direktem) und sinngemäßem (indirektem) Zitat. Ein wörtliches Zitat übernimmt den Wortlaut genau, zum Beispiel: ‹„Lesen erweitert den Horizont.“ (Meyer 2021, S. 14)›. Ein sinngemäßes Zitat gibt den Inhalt in eigenen Worten wieder, zum Beispiel: ‹Vgl. Meyer 2021, S. 14: Lesen kann den Blick auf die Welt vergrößern.› Jede Übernahme muss mit einer Quellenangabe belegt werden, die je nach Vorgabe unterschiedlich aussehen kann, zum Beispiel mit Autor, Jahr und Seitenzahl. Fehler beim Zitieren können zu Missverständnissen oder zu Plagiatsvorwürfen führen.

Merke
Beim Zitieren muss klar erkennbar sein, was übernommen wurde und woher es stammt. Wörtliche Zitate stehen in Anführungszeichen und werden exakt übernommen, zum Beispiel: ‹„Lesen erweitert den Horizont.“ (Meyer 2021, S. 14)›. Sinngemäße Zitate werden umformuliert und entsprechend gekennzeichnet, zum Beispiel: ‹Vgl. Meyer 2021, S. 14: Lesen kann den Blick auf die Welt vergrößern.› Jede Übernahme erfordert eine vollständige Quellenangabe.

Ein Beispiel

Welche Variante ist ein korrektes wörtliches Zitat: ‹„Lesen erweitert den Horizont.“ (Meyer 2021, S. 14)› oder ‹Lesen erweitert den Horizont (vgl. Meyer 2021, S. 14).›?

Richtig ist: ‹„Lesen erweitert den Horizont.“ (Meyer 2021, S. 14)›. Erklärung: Der Wortlaut wird genau übernommen, steht in Anführungszeichen und die Quelle ist angegeben.

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