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KLASSE 5 · LERNWISSEN

Quellen und Darstellungen – Grundprinzipien

So funktioniert es

In der Geschichte unterscheidet man zwischen Quellen und Darstellungen. Quellen sind Materialien, Texte, Bilder oder Aussagen, die Historiker für eine bestimmte Fragestellung auswerten. Darstellungen sind spätere Beschreibungen, Erklärungen oder Deutungen, zum Beispiel in Schulbüchern, Filmen oder Sachtexten. Wichtig ist der Bezug zur untersuchten Zeit und zur Fragestellung: Ein Tagebuch aus dem Jahr 1914 ist eine Quelle für den Ersten Weltkrieg. Ein Geschichtsbuch von 2010 über den Ersten Weltkrieg ist dazu eine Darstellung. Dasselbe Geschichtsbuch kann aber selbst eine Quelle sein, wenn man erforscht, wie Menschen 2010 über Geschichte geschrieben haben. Zu den Quellentypen gehören zum Beispiel Sachquellen, Bildquellen, Textquellen und mündliche Quellen. Historiker prüfen immer kritisch, wie eine Quelle oder Darstellung entstanden ist und wie zuverlässig sie ist.

Merke
Für die untersuchte Vergangenheit gilt: Originale Zeugnisse aus oder nah an der Zeit sind Quellen, spätere Erklärungen und Zusammenfassungen sind Darstellungen. Ob etwas Quelle oder Darstellung ist, hängt also von der Fragestellung ab.

Ein Beispiel

Wenn Historiker den Ersten Weltkrieg untersuchen: Welches der folgenden Beispiele ist eine Quelle?

Ein Tagebuch aus dem Jahr 1914 ist eine Quelle, weil es direkt aus der untersuchten Zeit stammt. Ein Geschichtsbuch, das 2010 über den Ersten Weltkrieg geschrieben wurde, ist dazu eine Darstellung.

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