Erzähltechnik und Figurencharakterisierung – Grundprinzipien
So funktioniert es
Erzähltechnik beschreibt, wie eine Geschichte Informationen vermittelt. Im Unterricht werden dabei oft Erzählform und Erzählsituation unterschieden: Ein Ich-Erzähler berichtet mit ‹ich› aus eigener Sicht; ein personaler Erzähler ist an die Wahrnehmung einer Figur gebunden; ein auktorialer Erzähler kann Überblick haben, kommentieren oder vorausdeuten. Zur Erzähltechnik gehören außerdem die Zeitgestaltung, zum Beispiel Rückblende und Vorausdeutung, sowie die Darstellung von Figuren. Bei der Figurencharakterisierung werden Eigenschaften, Verhalten, Beziehungen und Entwicklungen literarischer Figuren beschrieben und gedeutet. Direkt ist eine Charakterisierung in Aussagen wie ‹Er war geduldig.› Indirekt ist sie, wenn Eigenschaften aus Verhalten, Gedanken, Aussehen oder Fremdaussagen erschlossen werden, etwa in ‹Er wartete ruhig, obwohl alle anderen drängelten.›
Prüfe zuerst, wer erzählt und wie viel der Erzähler weiß. Unterscheide dann bei Figuren: In ‹Sie ist hilfsbereit.› wird eine Eigenschaft direkt genannt; in ‹Sie hob dem Kind die gefallenen Hefte auf.› wird sie indirekt gezeigt.
Ein Beispiel
Welche Art der Charakterisierung liegt in ‹Tom schlug die Tür zu und antwortete kein Wort.› vor?
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