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KLASSE 9 · LERNWISSEN

Weimarer Verfassung und Demokratie – Grundprinzipien

So funktioniert es

Die Weimarer Verfassung trat 1919 in Kraft und schuf die erste parlamentarische Demokratie in Deutschland. Sie führte allgemeines Wahlrecht, Gewaltenteilung, Grundrechte und ein Verhältniswahlsystem ein. Der Reichspräsident hatte weitreichende Befugnisse, darunter das Notverordnungsrecht nach Art. 48. Das politische System bestand aus Reichstag, Reichspräsident, Reichsregierung und Reichsrat. Die Verfassung sollte Stabilität und Mitbestimmung sichern, war aber auch durch Kompromisse und Schwächen geprägt, die in Krisenzeiten ausgenutzt wurden.

Merke
Die Weimarer Verfassung regelte die Organisation des Staates, die Rechte der Bürger und die Machtverteilung zwischen den Verfassungsorganen. Demokratie bedeutet, dass das Volk durch Wahlen und Mitbestimmung an der Staatsgewalt teilhat.

Ein Beispiel

Welche zwei zentralen Organe wurden nach der Weimarer Verfassung direkt vom Volk gewählt?

Direkt vom Volk gewählt wurden der Reichstag und der Reichspräsident. Schritt: Die Verfassung sah allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlen zum Reichstag vor; außerdem wurde der Reichspräsident grundsätzlich direkt vom Volk gewählt.

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