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KLASSE 9 · LERNWISSEN

Elektromagnete und Elektromotoren – Grundprinzipien

So funktioniert es

Ein Elektromagnet ist eine Spule aus Draht, durch die elektrischer Strom fließt und so ein Magnetfeld erzeugt. Die Stärke des Magnetfelds hängt von der Stromstärke, der Windungszahl und dem Spulenkern ab. Elektromotoren wandeln elektrische Energie in mechanische Bewegung um, indem sie die Kraftwirkung von Magnetfeldern auf stromdurchflossene Leiter nutzen. Der Motor enthält typischerweise einen drehbaren Anker (Rotor) und einen festen Magneten oder Elektromagneten (Stator). Die Richtung der Kraft auf einen stromdurchflossenen Leiter im Magnetfeld ergibt sich aus der sogenannten „Linken-Hand-Regel“.

Merke
Ein stromdurchflossener Leiter erzeugt ein Magnetfeld. Bei einer Spule beziehungsweise einem Elektromagneten werden Richtung und Stärke des Magnetfelds unter anderem durch Stromrichtung, Stromstärke, Windungszahl und Kernmaterial beeinflusst. Elektromotoren nutzen die Kraftwirkung zwischen Magnetfeld und stromdurchflossenen Leitern, um Bewegung zu erzeugen.

Ein Beispiel

Was passiert mit der Stärke des Magnetfelds eines Elektromagneten, wenn die Stromstärke verdoppelt wird (alle anderen Bedingungen bleiben gleich)?

Die Stärke des Magnetfelds verdoppelt sich, weil das Magnetfeld proportional zur Stromstärke ist. Erklärt: Je größer die Stromstärke, desto stärker das Magnetfeld (bei gleicher Windungszahl und gleichem Kern).

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